Sushi ABC: Welche Sushi-Sorten gibt es?

Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Arten von Sushi, hier ist es schwer gerade als Sushi-Anfänger einen Überblick zu behalten. Doch grundsätzlich unterteilt man Sushi in zwei Sorten, einmal Maki und einmal Nigiri. Alle anderen Variationen basieren auf diesen zwei Grundarten von Sushi. Diese zwei Grundformen ermöglichen es Sushi in den unterschiedlichsten Variationen zu machen. Redet man von Maki, werden die Zutaten wie Reis, Fisch und Gemüse in einem Noriblatt eingerollt. Für die beliebten Nigiri wird kein Noriblatt benötigt, hier liegen die Zutaten wie z.B Fisch lose auf dem Sushi-Reis. Es ist wichtig die beiden traditionellen Sushi-Arten zu beherrschen um so andere Sushisorten selber machen zu können.

In unserem Sushi Lexikon oder auch Sushi ABC möchten wir euch nachfolgend die bekanntesten Sushi-Formen und Arten vorstellen. Wir möchten besonders auf beliebte und bekannte Arten eingehen um euch so eine kleine Inspiration zu geben. Schlussendlich ist es natürlich auch möglich kreativ zu sein und sein eigenes Sushi zu machen. Hier sind keine Grenzen gesetzt und jeder kann für sich selbst entscheiden welche Zutaten er verwenden möchte oder auch welche Form er bevorzugt.

Die tradtionellen Maki

Für alle ist Maki ein Begriff, denn diese sind die wohl bekannteste Form von Sushi. Übersetzt heißt Maki auch gerollte Sushi weil diese von Hand gerollt werden. Die Zutaten wie Reis, Gemüse und Fisch werden von Hand in ein Noriblatt gerollt. Hier unterscheiden wir jedoch ob das Algenblatt außen oder innen ist. Befindet sich das Blatt außerhalb reden wir von Hoso-Maki oder auch Futo-Maki. Ist die Füllung außen und das Nori-Blatt innen dann reden wir hier von Ura-Maki. Wenn wir von Maki reden gehört zu den Zutaten jedoch immer ein Noriblatt. Viele moderne Rezepte basieren auf der Grundbasis von traditionellem Maki.

Doch auch bei den Maki-Rollen gibt es gravierende Unterschiede, man unterscheidet von dem traditionellen Rezept und dem modernen Rezept. Grundsätzlich sind japanische traditionelle Maki mit rohem Lachs, Thunfisch (Maguro), Aal, Tofu, Omelett, eingelegtem Rettich, Gurke oder auch Karotte gefüllt. Bei uns in Deutschland oder auch Amerika hingegen findet man oftmals Zutaten wie Avocado, Frischkäse oder auch Fleisch im Maki. Mit der Zeit wurden die Maki moderner und es finden sich unzählige leckere Rezepte.

Zu Maki werden ganz klassisch Sojasauce, Wasabi und Ingwer (Gari) serviert. Der Wasabi und Ingwer dienen für eine bessere Verdauung, gerade wenn roher Fisch konsumiert wird. Die Sojasauce darf natürlich nicht fehlen, diese verleiht dem Maki einen einzigartigen und würzigen Geschmack.

Hoso-Maki

Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Arten von Maki. Darunter zählt auch die Hoso-Maki, welche übersetzt dünne Rolle heißt. Diese ist die Mini-Version der herkömmlichen Maki und wird meistens nur mit einem halben Noriblatt gerollt. Als Füllung werden ein bis maximal zwei Zutaten verwendet. Entweder nur Fisch, nur Gemüse oder auch beide Zutaten. Die Hoso-Maki sind bewusst kleiner als normale Maki um diese mundgerecht zu halten. Zu den Hoso-Maki wird ganz traditionell Sojasauce mit gereicht. Hier sollte man darauf achten diese nur leicht in die Sojasauce zu tunken, ansonsten saugt sich die komplette Rolle mit Sojasauce voll und der eigentliche Geschmack der Füllung wird überdeckt.

Futo-Maki

Es lässt sich leicht erahnen was mit Futo-Maki gemeint ist wenn man sich das Bild einmal genauer anschaut. Übersetzt man das Wort Futo-Maki heißt es dicke Rolle. Diese ist die größte Variante der Maki-Rolle. Anders als bei den Hoso-Maki wird das ganze Nori-Blatt verwendet. Als Füllung werden drei oder mehr Zutaten verwendet. Von der Form sind diese eher etwas flacher gehen aber mehr in die Breite. Wie auch bei den anderen Maki-Rollen werden hier Reis, Fisch und Gemüse als Füllung verwendet.

Gunkan-Maki

Echte Sushi-Liebhaber sind begeistert von den Gunkan-Maki. Die Gunkan-Maki auch übersetzt „Schlachtschiff-Rollen-Sushi“ sehen nicht nur schön aus, schmecken auch sehr gut. Bei der Zubereitung werden Noriblätter in schmale Streifen geschnitten und anschließend in kleine Rollen geformt. Die Grundbasis also eher gesagt der Boden wird aus Sushi-Reis gebildet. In den oberen Teil werden Fischrogen oder auch Kaviar gefüllt. Gerade für druckempfindliche Füllungen sind die Gunkan-Maki eine sehr gute Alternative. Als Dekoration wird oftmals auch farbenfrohes Gemüse an den Rand gefüllt.

Gunkan-Maki Rezept

Ura-Maki, Inside-Out-Rolls oder California Rolls

Für diese Art von Sushi gibt es viele Namen, darunter Ura-Maki, Inside-Out-Rolls oder auch California-Rolls. Anders als bei herkömmlichen Maki werden hier Zutaten wie Fisch und Gemüse direkt vom Nori-Blatt umhüllt. Der Sushi-Reis hingegen befindet sich außen an der Rolle. Deswegen wird diese Sushi-Art auch oftmals Inside-Out-Rolls genannt. Damit der Reis appetlicher aussieht, wird dieser meist noch mit Gomashio, Sesam oder Fischeiern dekoriert. Oftmals finden sich auch unterschiedliche Saucen auf den einzelnen Sushi-Stücken. In Deutschland ist diese Sushi-Sorte sehr beliebt und in fast allen Sushi-Restaurants erhältlich. Auch hier finden sich Zutaten wie Gemüse und Fisch im Sushi.

Wenn wir von California Rolls sprechen, reden wir hier natürlich von keinem traditionellem Sushi. Diese Sushiform wurde von japanischen Einwanderern in den USA kreiert, daher kommt auch der Name. Für Anfänger sind diese meist etwas schwierig selbst zu machen aber Übung macht den Meister.

Ura-Maki Rezept

Te-Maki Sushi

Wenn wir die Temaki optisch betrachten, sind diese am besten zu vergleichen mit Kinder-Schultüten. Hier für wird ein Noriblatt in eine bestimmte Form gerollt und dann mit Reis, Fisch und Gemüse gefüllt. Hier sollte man besonders auf die Fischqualität achten, denn diese ist das A und O bei Sushi. Die Tütchen aus Noriblättern sind für Anfänger leicht nachzumachen und optisch wirklich ein Augenschmaus.

Temaki-Sushi Rezept

Nigiri

Eine sehr verbreitete und traditionelle Sushiform sind die Nigiri. Übersetz man einmal das Wort Nigiri-Sushi bedeutet es „Ballen Sushi“ oder auch „Griff-Sushi“. Der Name ist auf die Form des Sushis zurückzuführen. Bei der Zubereitung wird kein Noriblatt benötigt, sondern der Reis zu einer schmalen, langen viereckigen Form geformt. Anschließend wir der Reis auf traditionelle Art mit rohem Fisch oder auch auf Omelett (Tamagoyaki) belegt. Um die Grundbasis von Reis und Belag zusammenzuhalten wird auch manchmal ein kleines Stück des Nori-Blattes um das Nigiri-Sushi gewickelt.

Serviert wird diese Art von Sushi meistens gemeinsam mit Maki und anderen Sushi-Arten gemeinsam auf einer Platte. Dazu gibt es wie meistens bei Sushi die traditionelle Sojasauce und auch ein wenig Wasabi. Man sollte vorsichtig sein mit der Sojasauce, denn tunkt man diese zu stark zerfällt das Nigiri schnell mal.

Nigiri Rezept

Chirashi-Sushi

Die Zubereitung von Chirashi-Sushi erfolgt ganz ohne Nori-Blatt. Wenn man einmal den Namen übersetzt bedeutet der Name Chirashi-Sushi auch „gestreutes Sushi„. Die Zutaten wie Fisch und Gemüse werden filetiert und geschnitten. Anschließend werden die beiden Zutaten gemeinsam in einer Schüssel auf einer Portion Sushi-Reis dekoriert und sind servierbereit. Bei Chirashi-Sushi sollte man unbedingt auf die Qualität des Fisches achten, dieser sollte ausschließlich frisch serviert werden.

Chirashi-Sushi Rezept

Sashimi

Eine der pursten Formen von Sushi ist eindeutig Sashimi. Für die Zubereitung wird ausschließlich rohes, fein filetiertes und ganz frisches Fischfilet verwendet. Bei Sashimi wird komplett auf Reis oder auch andere Beilagen wie Gemüse verzichtet. Beim schneiden wird ganz traditionell ein Hocho (spezielles Messer) verwendet. Das Fischfilet wird in circa 3-4mm dünne Scheiben geschnitten und landet komplett ungewürzt auf dem Teller. Profesionelle Sushi-Meister legen einen großen Wert auf die Optik bei Sashimi. Deswegen wird der Fisch auch sehr ästhetisch serviert und präsentiert.

In der Königsklasse befindet sich das Fugu-Sashimi, dieses wird aus dem Filet des giftigen Kugelfisches zubereitet. Dieses Fleisch zählt nicht nur zu teuersten, sondern auch zu den gefährlichsten. Für das Fugu-Sashimi wird das teure Muskelfleisch des Fisches verwendet. Da die Innereien des Kugelfisches hochgiftig sind, brauchen Sushi-Köche eine spezielle Lizenz um das Fugu-Sashimi zubereiten zu dürfen.

Sashimi-Sushi Rezept

Oshi-Sushi

Wenn man einmal die Oshi-Sushi betrachtet, sieht man das diese eine gepresste Version der traditionellen Nigiri sind. Als Zutaten werden hier Reis, Fisch und Gemüse verwendet. Bei der Zubereitung werden die Zutaten gemeinsam in eine Form aus Holz gelegt und anschließend mit Steinen beschwert und gepresst. Hat das Sushi die passende Form wird es in kleine Scheiben geschnitten und serviert.

Oshi-Sushi Rezept

Inari-Sushi

Eine beliebte aber dennoch umstrittene Sushi-Sorte sind die Inari-Sushi. Diese Sushiform ist auch bekannt als Fuchs-Sushi oder auch frittiertes Sushi. In Japan ist Inari die japanische Gottheit der Fruchtbarkeit, der Füchse und des Reises. Daher kommt auch der Name Fuchs-Sushi. Hier für wird eine Teigtasche aus frittiertem Aburaage (Tofu) mit Reis, Fisch oder auch Gemüse gefüllt. In modernen Rezepten finden sich auch oftmals Saucen welche anstatt klassische Sojasauce dazu serviert werden.

Inari-Sushi Rezept

Vegetarisches Sushi

Es gibt mittlerweile unzählige verschiedene vegetarische Sushi-Rezepte. So sind hier keine Grenzen gesetzt und jeder kann für sich selbst entscheiden welche Zutaten er verwenden möchte. Die einen mögen Fisch, die anderen verzichten lieber. Deswegen ist es möglich sein Maki nur mit Gemüse zu füllen. Zu den beliebtesten Gemüsesorten für Sushi gehören Avocado, Gurke, Karotte oder auch Schnittlauch. Natürlich gibt es viele weitere Gemüse welche für Sushi verwendet werden können.

Veganes Sushi

Fast alle Sushiformen lassen sich natürlich auch vegan zubereiten. Normale Zutaten werden einfach durch vegane Zutaten ersetzt, so z.B auch der normale Reisessig durch veganen Reisessig. Anstatt Fisch werden einfach leckere Gemüsesorten wie Kürbis, Shitakepilze, Paprika, Gurke, Avocado und auch der bei Veganern geschätzte Tofu verwendet. So können auch Veganer leckeres veganes Sushi genießen und müssen nicht darauf verzichten. Auch der Fisch auf den Nigiri kann durch Tofu oder Gemüse ersetzt werden.

Fruitshi (Obst-Sushi)

Auch für Menschen welche Sushi nicht wirklich mögen und eher ein leckeres Dessert bevorzugen, gibt es eine Alternative. Immer beliebter wird Obst-Sushi welches auch unter der Bezeichnung „Frutishi“ bekannt ist. Auch hier wird normaler Sushi-Reis verwendet, jedoch in der Zubereitung gesüßt durch Kokosmilch, Zucker und auch Vanillezucker. Verwendet wird ausschließlich frisches Obst welches z.B mit Kokosraspeln oder auch einer leckeren Fruchtsauce serviert wird. Natürlich kann jeder hier selbst entscheiden welche Obstsorten er bevorzugt und verwenden möchte. MIttlerweile gibt es unzählige leckere Fruitshi-Rezepte.

Fruitshi Rezept